Resistenzen
Im letzten Jahrhundert waren die Hoffnungen groß, Malaria auslöschen zu können. Aber während der 1980er und frühen 1990er entwickelte der Parasit eine Resistenz gegen die üblichen Anti-Malaria-Medikamente. Zusätzlich wurden die Mücken resistent gegen Insektizide. Gegen die heutzutage verwendete ACT-Kombinationstherapie gibt es bisher zwar keine Resistenzen, aber aus Kambodscha wurde in letzter Zeit häufiger berichtet, dass die Behandlung immer länger dauert, das Medikament also immer langsamer seine Wirkung zeigt. Das sind allarmierende Fakten – würde sich eine Resistenz entwickeln und ausbreiten, würde das bisher erreichte Erfolge zunichte machen. Es ist daher dringend notwendig, weiter nach Medikamenten und einen Impfstoff gegen Malaria zu forschen.

Armut, mangelnde Gesundheitssysteme, Aufklärung und Infrastruktur
Extreme Armut, politische Unruhen, mangelnde Infrastrukturen und schwache lokale Gesundheitssysteme erschweren die Bemühungen, die Krankheit einzudämmen und erkrankte Personen ausreichend zu behandeln. Häufig können es sich die Menschen nicht leisten, ein Gesundheitszentrum aufzusuchen oder die notwendigen Medikamente zu kaufen – der Preis einer ACT-Dosis für Erwachsene liegt zwischen 0,75 und 2,30 Euro, für viele Menschen in Afrika mit einem Tageseinkommen von unter 1 Euro pro Tag unerschwinglich. Außerdem sind die häufig schlecht ausgestatteten, unterbesetzten und überfüllten Gesundheitszentren oft schwer und nur nach langen Fußmärschen zu erreichen. Armut und Malaria bedingen sich gegenseitig, so können geschwächte Erkrankte häufig ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, dadurch ihr Einkommen verlieren und in die Armutsspirale rutschen. Viele Menschen, besonders in ländlichen Regionen, sind zudem nicht ausreichend über die Krankheit, Möglichkeiten der Prävention und Behandlung informiert.
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