Lokale Strukturen stärken

Damit Gelder des Globalen Fonds dahin kommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden…

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria ist ein wichtiger Akteur auf der internationalen Bühne der Entwicklungszusammenarbeit. Der Fonds “sammelt” Geld bei Regierungen, privaten Stiftungen und Firmen und verwendet dieses dann zur Bekämpfung der drei Krankheiten. So werden 60% aller international verfügbaren Gelder zur Bekämpfung von Malaria durch den Fonds bereitgestellt.

Nationale Koordinierungsmechanismen stellen in Zusammenarbeit mit allen wichtigen Akteuren im jeweiligen Land, auch mit Beteiligung der Zivilgesellschaft, Anträge an den Globalen Fonds. So soll sichergestellt werden, dass die Finanzierung von Projekten an den Bedürfnissen vor Ort ausgerichtet ist. Die Koordinierungsmechanismen bestimmen außerdem welche Organisation Geld vom Globalen Fonds erhalten soll und durch Unterverträge an weitere Organisationen verteilen kann. Die Zentrale des Fonds entscheidet dann nach Prüfung der Anträge über die Bewilligung.

Hört sich soweit super an, oder?

Das Problem ist aber, dass trotz dieser gewünschten Beteiligung möglichst vieler Akteure, häufig vor allem zivilgesellschaftliche Organisationen nicht an Entscheidungen und an den bereitgestellten Geldern beteiligt werden.

Kleine Organisationen, die in meist ländlichen Gebieten arbeiten, trifft das besonders hart.
Denn gerade abseits der Städte sind Gesundheitsversorgung und -aufklärung Mangelware. Die oft extreme Armut der dort lebenden Bevölkerung tut ihr Übriges. Und Malaria ist ein großes Problem. Viele Menschen, vor allem Kinder unter fünf Jahren, sterben dort, weil sie keinen Zugang zu wirksamen Medikamenten und kein schützendes Moskitonetz haben.

Geld wird dort also dringend benötigt.

Gerade Organisationen, die in ihren Gemeinden arbeiten, sogenannte Community Based Organisations (CBOs), leisten einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Malaria und anderen Armutskrankheiten, indem sie Gemeindemitglieder in ihre Arbeit einbeziehen und ihre Gemeinden über Malaria und entsprechende Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen informieren. Man kann sogar sagen, dass Malaria ohne die Arbeit auf Gemeindeebene gar nicht wirksam bekämpft werden kann.

Umso wichtiger ist es, dass die Arbeit dieser Organisationen finanziert wird und international bereitgestellte Mittel genau dahin kommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Genau hier haben wir angesetzt: In einem Assessment hat STOP MALARIA NOW! in Zusammenarbeit mit einer kenianischen Partnerorganisation Probleme der lokalen Organisationen Gelder vom Globalen Fonds zu bekommen festgestellt (oftmals sind bürokratische Hürden im Weg, die korrekte Stellung der Anträge stellt für viele ein Problem dar). Problem erkannt, Problem gebannt?

Naja, noch nicht ganz, aber das soll mit einem Training in Kenia erfolgen! Auf Grundlage der Ergebnisse der Problemanalyse wurde ein Training entwickelt, das Wissen und Fähigkeiten der CBOs in Bezug auf Beantragung von Geldern beim Globalen Fonds stärken soll. Nächste Woche geht es los: in Malindi, in der Nähe von Mombasa, werden 25 Vertreter lokaler CBOs geschult werden.

Und wir werden live vor Ort sein und hier demnächst darüber berichten!

 

2 Kommentare zu “Lokale Strukturen stärken”

  1. Steffi sagt:

    Das hört sich spannend an! Ich freue mich auf eure Berichte.
    Wann fahrt ihr denn nach Kenia?

    Viele Grüße
    Steffi

  2. Micha sagt:

    Wir sind gespannt auf eure Bilder und Geschichten…..

    Gute Reise
    Gruß Micha

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