Barani – Müll soweit das Auge reicht

Mohammed, ein Teilnehmer des Trainings und Chief Officer von PUMMA hat uns an diesem Abend mitgenommen, um die Situation direkt in seinem Wohngebiet, und die damit verbundene Arbeit der CBO vor Ort sehen zu können.

Freitag, 11.12.2009 Barani Slum, Malindi

Mohammed, ein Teilnehmer des Trainings und Chief Officer von PUMMA hat uns an diesem Abend mitgenommen, um die Situation direkt in seinem Wohngebiet, und die damit verbundene Arbeit der CBO vor Ort sehen zu können.

Vom PUMMA office im Zentrum Malindis ging es zu dem Stadtteil Barani. Kommt man in das Gebiet herein, fällt einem in dem 20.000 Einwohner umfassenden Slum vor allem eines auf: Müll!
Plastik, Tüten, Flaschen, Papier, man kann kaum einen Schritt gehen, ohne irgendwo drauf zu treten. In Deutschland gibt es einige Gründe, warum die Städte sauber gehalten werden, in Barani interessiert uns aber einer ganz besonders. Die Abfälle bieten den Anophelesmücken eine sehr gute Grundlage für ihre Larven, da sich dort stehendes Wasser ansammelt.

Mohammed initiiert viel, um auf das Problem aufmerksam zu machen und zu bekämpfen. Für viele Fälle wurden Aktion aufgestellt: Das Beste ist, die Bewohner bringen den Müll direkt zu einer der drei großen Deponien. Doch der Weg ist für manche zu mühsam oder wird schlicht nicht gewollt. Dann tritt der zweite Fall ein, dass die Menschen aufgefordert werden, den Müll nur noch an bestimmten Stellen in dem Wohngebiet zu sammeln, wo er regelmäßig verbrannt wird. Wird auch das nicht getan, soll man wenigstens an seinem Haus ein Grube errichten und den Müll selbstständig verbrennen.

Schon an der Tatsache, dass man den Bewohnern immer mehr entgegen kommen muss  erkennt man, dass die Menschen noch nicht sensibel genug für die Thematik sind. Zwei Beispiele haben uns das Problem besonders verdeutlicht.

Mohammed, als Vorbild, hält sein Haus und die Umgebung sauber, deckt Wasserstellen ab. Sein direkter Nachbar jedoch macht seine Bemühungen vergeblich. Er hat ein defektes Wasserrohr, welches direkt zwischen den Häusern verläuft und interessiert sich nicht für eine Reparatur. Mohammed versucht sich selbst zu helfen, in dem er Öl in die Lache schüttet. Eine kurzzeitige Lösung aber das kann es doch nicht sein!

Eine andere unglaubliche Situation ist uns vor dem Haus des Councellors von Barani begegnet. Die Freiwilligen, die Menschen die für CBOs arbeiten brauchen Unterstützung von den Zuständigen und was sieht man dann? Direkt vor dem Haus, unter seinem Schlafzimmerfenster, ist wieder mal eine Ansammlung von Abfällen!

Der Kampf tut sich schwer. Die Menschen, die Vorgesetzen, vieles bringt Probleme mit sich, obwohl es so einfach wäre, Malaria zu reduzieren. Wenn man nur seinen Müll nicht achtlos herum liegen lässt…

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