“It starts from you”

Am zweiten Trainingstag wurde uns klar, dass die Leute, die mit uns um die Tische des Veranstaltungsraumes der katholischen Diozöse in Malindi saßen, echte Experten im Bereich Malariakontrolle waren.

Catholic Institute, Training Day 8.12.09

Am zweiten Trainingstag wurde uns klar, dass die Leute, die mit uns um die Tische des Veranstaltungsraumes der katholischen Diozöse in Malindi saßen, echte Experten im Bereich Malariakontrolle waren. Die oft kleinen Organisationen, die sie vertreten, arbeiten für die Gemeinschaft, oft auf freiwilliger Basis.

Doch was genau wird eigentlich vor Ort getan um der Krankheit Herr zu werden?

Wie aus den Präsentationen der Workshops hervorging, führen CBOs eine Vielzahl von Aufgaben durch, u.a.: die Kontrolle von Moskitolarven in stehenden Gewässern, die Beseitigung von ungenutzten Wasserstellen und Abfall, die sonst als Brutstätten für Moskitos dienen, Aufklärung der Bevölkerung wie sie Moskitonetze nutzen und darüber, dass es wichtig ist bei Fiebersymptomen zeitig einen Arzt zu konsultieren, um nur ein paar Dinge zu nennen.

Hört sich alles toll an, ist es aber nicht immer. Natürlich haben die CBOs mit vielen Herausforderungen, wie zum Beispiel unzureichender Finanzierung ihrer Arbeit, fehlender Infrastruktur und geringer Vernetzung sowohl untereinander als auch mit staatlichen Stellen sowie zu wenig ausgebildetem Personal, zu kämpfen. Doch nicht nur der Mangel an Ressourcen erschwert die Arbeit vor Ort. Vorurteile, kulturelle Traditionen und religiöse Vorstellungen der lokalen Bevölkerung stellen eine echte Herausforderung dar.

„Viele Leute bringen die weißen Moskitonetze mit dem Tod in Verbindung und behaupten, dass diese sprechen können. Es ist deshalb schwer sie davon zu überzeugen, dass die Netze sie schützen und dass sie benutzt werden müssen“, sagt uns Lydia, eine Gemeindehelferin.

Bis die Bevölkerung also überzeugt wird sich vor Malaria zu schützen und die Krankheit rechtzeitig zu behandeln dauert es mindestens zwei Jahre, so Lydia.

Den Kopf in den Sand stecken?

Natürlich nicht. Die CBOs sehen durchaus Lösungen. Sie wollen am Ball bleiben und vor allem kontinuierlich Aufklärungsarbeit leisten, einkommensschaffende Maßnahmen  in den Gemeinden etablieren um so die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit sicherzustellen und sie haben das Ziel Gelder beim Globalen Fonds zur Finanzierung ihrer Aktivitäten  zu beantragen.

Während des zweiten Trainingstages wurde auch uns deutlich, dass vor allem zwei Dinge wichtig sind: Vertrauen in das eigene Können und die Erkenntnis, dass Veränderungen immer bei einem selbst anfangen.

Nachhaltig beeindruckt vom Engagement und Know-How der CBOs von Malindi fahren wir raus auf s Land, um uns ein Bild von der Arbeit einer der teilnehmenden Organisationen zu machen.

Tagged with:
 

Ein Kommentar hinterlassen